FHI Centenary Group
Fritz-Haber-Institut der Max-Planck-Gesellschaft
Centennial Project
FHI Centenary Group
     AC   CP   MP   PC   TH     MPG

Links

Iwan Nikolà STRANSKI (1897- Sofia - 1979),vom Wissenschaftlichen Mitglied zum stellvertretenden Direktor - Ein Vierteljahrhundert aktiver Dienstzeit am Fritz-Haber-Institut
Speaker: Dietmar Linke (Berlin)

Ivan Nikolov Stranski (so wäre die korrekte Transliteration von Vor- und Vatersname), geboren in Sofia als 3. Kind des Hofapothekers Dr. Nikola I. Stranski und dessen deutschbaltischer Frau Maria, geb. Krohn, gilt in deutschen Publikationen gern als "deutscher Physikochemiker bulgarischer Herkunft", in bulgarischen dagegen als "bulgarischer Gelehrter, Begründer der bulgarischen Schule der Physikochemie und als 'Vater' des Kristallwachstums." Sein Wirken über vier Jahrzehnte in Deutschland, die meiste Zeit davon in verantwortungsvollen Ämtern, macht die 'deutsche' Position verständlich.
Noch während Stranskis Gastprofessur in Breslau 1941-44 berief der Senat der Kaiser- Wilhelm-Gesellschaft ihn für die Zeit ab November 1944 zum Wissenschaftlichen Mitglied am Kaiser-Wilhelm-Institut für Physikalische Chemie und Elektrochemie. An diesem, dem späteren FHI, wirkte er offiziell bis Januar 1967, verfügte aber danach weiterhin über seinen Arbeitsplatz und 2½ Mitarbeiterstellen. Er leitete eine Abteilung, die sich bald zur größten im Hause entwickelte und aus der eine Fülle bedeutender Ergebnisse kam, vor allem zum Kristallwachstum und zur Oberflächenchemie. Seit 1953 war Stranski stellvertretender Direktor am FHI. Zur Nachfolge im Direktoren-Amt nach Max von Laue kam es allerdings nicht, trotz entsprechender Intentionen von Laues. Außerdem war Stranski Lehrstuhl-Inhaber an der Technischen Universität Berlin (1945-1963) und Honorarprofessor an der Freien Universität Berlin (1949-1961).

back to seminar site

© FHI

EditUploadLogoutEdit SideBar      Address: Fritz-Haber-Institut der Max-Planck-Gesellschaft, Faradayweg 4-6, 14195 Berlin, Germany