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Entstehung und Wandel der Physikalischen Chemie von der Mitte des 18. bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts

Prof. Hans-Georg Bartel (Humboldt Universität zu Berlin)

Es sollen im Vortrag für den genannten Zeitraum vier Abschnitte in der Geschichte der Physikalischen Chemie unterschieden werden: (a) Die Zeit noch vor der Herausbildung der Chemie als exakter Wissenschaft: Sie ist gekennzeichnet durch die Verbindung physikalischer Größen und Prinzipien sowie der Mathematik mit chemischen Fragestellungen (C.F. Wenzel, J.B. Richter, M.V. Lomonosov); (b) Das erste Dreiviertel des 19. Jh., in dem eine Durchdringung der Wissenschaft Chemie und ihrer Grundlagen mit denen physikalischer Disziplinen und Entwicklungen stattfindet (Elektrizität – Elektrochemie, Thermodynamik – Thermochemie, Mechanik/Mathematik – „Atommechanik“, …). Die Physikalische Chemie hat hier den Status von „Theoretischer Chemie;“ (c) Das letzte Viertel des 19. und das erste des 20. Jh.: Die klassische Physikalischen Chemie findet ihre Vollendung (J.H. van’t Hoff, W. Ostwald, S. Arrhenius, W. Nernst), lässt sich sowohl als Disziplin der Chemie oder der Physik auffassen und erlangt große Bedeutung für Technik und Industrie; (d) Das zweite Viertel des 20. Jh.: Insbesondere durch die quantentheoretischen Entwicklungen wird ein neues Niveau der Physikalischen Chemie erreicht. Aus ihr tritt die Chemische Physik heraus (A. Eucken) und stellt sich ihr an die Seite. Eine verstärkte theoretische Durchdringung mit der Quantenchemie, Theoretischen Kinetik etc. beginnt.

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